...::: Aktuelle Artikel :::...
 
 

Gustav-Adolf-Werk e.V.
"Projekt des Monats Mai 2017"

(Maaja Pauska)
Schuttkontainer vor einer kleinen Kirche mit einem rot leuchtenden Kreuz am Dach

 

Platz für Hilfe

Die ehemalige Pfarrwohnung in Serres (Griechenland) soll Treffpunkt für Flüchtlinge werden

Die Stadt Serres in Zentralmakedonien liegt nahe der bulgarischen Grenze. Viel ist hier nicht los, die Region gilt als strukturschwach. Die kleine Gemeinde der Griechisch-Evangelischen Kirche in der Stadt hat seit vier Jahren nicht einmal mehr einen eigenen Pfarrer. Trotzdem kommen sonntags bis zu 40 Menschen zum Gottesdienst in die Kirche – bei 60 eingetragenen Gemeindegliedern.


Die Mitglieder dieser Gemeinde in Serres waren übrigens die ersten, die im Flüchtlingslager in Idomeni, das vor nicht allzu langer Zeit monatelang im Fokus der Öffentlichkeit stand, halfen und Kleider, Nahrungsmittel, Schuhe und Brennholz brachten. Einige Frauen und Kinder in besonderen Notlagen haben sie sogar in ihren Häusern aufgenommen. Elias, der Gemeindeälteste, ist ein Elektroingenieur. Für ihn war es selbstverständlich, den Flüchtlingen zur Seite zu stehen, die unter furchtbaren Bedingungen auf dem Feld hausten. Als erstes installierte er eine WIFI-Anlage in Idomeni. Als nächstes organisierte er einen Container, in dem Handys geladen werden konnten. „Ein Handy ist für Menschen auf der Flucht wie eine Überlebenshilfe: Es hilft, sich zu orientieren, Kontakt zur Familie zu halten, Informationen zu teilen und sich auch abzulenken", erläutert er seine Beweggründe. Auf sein Engagement wurde ein Verein aufmerksam, für den er inzwischen arbeitet. Im Auftrag der UN-Flüchtlingsorganisation hat Elias mit seinen Mitarbeitern in 38 griechischen Flüchtlingscamps WIFI-Anlagen installiert und hält sie instand.

In Serres gibt es seit Kurzem ein Camp für Jesiden, eine vom sogenannten IS besonders stark verfolgte Glaubensgemeinschaft. Für sie engagiert sich nun die kleine evangelische Gemeinde. Um den Flüchtlingen rechtliche Beratung, Essens- und Kleiderhilfe, Unterricht etc. anzubieten und ihnen eine Anlaufstelle außerhalb des Camps zu ermöglichen, wird die leerstehende Pfarrwohnung mit Hilfe des GAW umgebaut und saniert. Dafür werden 54 000 Euro benötigt.

Gustav-Adolf-Werk e.V.
Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland
Pistorisstraße 6, 04229 Leipzig, Tel. 0341/49062-18, Fax 0341/49062-67
www.gustav-adolf-werk.de<http://www.gustav-adolf-werk.de/>


zurück zur Auswahl
 

   

+++ ANZEIGEN +++
Hier könnte ihre Werbung stehen!!!