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Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB)
"Welt-Braille-Tag: Braillebücher international austauschen und neue Angebote schaffen"

(Ronald Krause)


Brailleschrift ermöglicht als die Schrift blinder Menschen den Zugang zu Information, Bildung und Literatur – weltweit. Voraussetzung ist, dass entsprechende Texte in der tastbaren Punktschrift vorliegen. Doch daran mangelt es. Der Welt-Braille-Tag am 4. Januar würdigt die Bedeutung der Brailleschrift. Es ist der Geburtstag von Louis Braille (1809-1852), der 1825 das Blindenschriftalphabet entwickelte.

„Um die Büchernot zu lindern hilft es, barrierefreie Literatur international austauschen zu können“, so Prof. Dr. Thomas Kahlisch, Direktor der Deutschen Zentralbücherei für Blinde (DZB). „2018 wird dieser Weg hoffentlich frei gemacht, wenn Deutschland den sogenannten Vertrag von Marrakesch ratifiziert.“ Das Abkommen* der World Intellectual Property Organization (WIPO) von 2013 soll nationale urheberrechtliche Schranken, die eine Weitergabe einmal aufbereiteter Werke über Grenzen hinweg verhindern, aufheben.

Die Umsetzung des Vertrages erweitert zudem den Kreis derer, die von barrierefrei zugänglicher Literatur profitieren. Es geht dann um Angebote für Menschen, die eine Lesebehinderung haben – Blinde, Sehbehinderte und Legastheniker. „Für spezialisierte Medienproduzenten wie die DZB, die klassisch Braille- und Hörbüchern herstellt, ergeben sich ganz neue Chancen – und Herausforderungen“, so Kahlisch und weiter „Bei der Organisation des internationalen Austauschs und dem Aufbau neuer Angebote etwa im Bereich E-Books und MAXI-Druck erhoffen wir uns auch die Unterstützung des Bundes und der Verlage.“

Lesen mit anderen Sinnen: Mehr als eine Million blinde und sehbehinderte Menschen in Deutschland können ihre Bücher nicht einfach im Laden kaufen. Die DZB bietet ihnen ein vielfältiges Angebot an Literatur zum Ausleihen und Kaufen. Sie ist nicht nur eine besondere Bibliothek, sondern zuerst ein Produktionszentrum für Braillebücher, Hörbücher, Reliefs und Noten. Im Auftrag der Barrierefreiheit: Die DZB unterstützt mit vielfältigen Dienstleistungen andere Institutionen. www.dzb.de

*Marrakesh Treaty to Improve Access to Published Works for Persons who are Blind, Visually Impaired, or otherwise Print Disabled


Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB)
Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig
Telefon: (03 41) 71 13 - 239, Telefax: (03 41) 71 13 - 125
E-Mail: ronald.krause@dzb.de
Internet: https://www.dzb.de


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